Der Klimawandel stellt eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit dar, zugleich fällt es selbst Experten schwer, hinsichtlich der Vielzahl zum Teil gegensätzlicher Informationen zu einer begründeten Einschätzung dieser wichtigen Thematikzu gelangen. Neben seiner unbestreitbaren Bedeutung macht gerade diese Kontroverse das Thema Klimawandel für den Unterricht und das Schulen von Bewertungskompetenz der Lernenden interessant.
Ein zentrales Anliegen von Schule ist es, die ethische Bewertungskompetenz der Schüler/innen zu fördern. Im Projekt "Klimawandel vor Gericht" entwickeln und erproben Fachdidaktiker/innen zusammen mit Lehrkräften aus vier Fächern (Biologie, Chemie, Physik, Politik) Unterrichtseinheiten rund um das Thema Klimawandel, bei denen neben fachlichen Inhalten vor allem der Prozess des Bewertens im Mittelpunkt steht. Zur Förderung von ethischer Bewertungskompetenz wird im Projekt die Methode des Rollen- bzw. Planspiels erprobt. Diese Methode soll den Prozess der Urteilsbildung der Schüler/innen an konkreten Fragen veranschaulichen und einen Transfer auf andere Fragestellungen anregen.
In einem zweiten Schritt werden die erarbeiteten Unterrichtsmaterialien in die außerschulische Umweltbildung getragen und in die Bildungsprogramme der sechs außerschulischen Kooperationspartner des Projektes integriert.
Das Projekt wurde im April 2009 als UN-Dekade-Projekt “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet. Es ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zwischen der Biologiedidaktik und der Chemiedidaktik der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, der Chemiedidaktik der Universität Bremen sowie der Physikdidaktik der Technischen Universität Kaiserslautern. Das Projekt wird maßgeblich gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Projektes: http://www.idn.uni-bremen.de/klimawandel/