So mancher hat sich heute über den Dreck auf seinem Auto gewundert, besonders diejenigen, die ihren Wagen gerade frisch gewaschen hatten. Tröstlich zu wissen, dass es sich bei dem Schmutz nicht um irgendwelchen, sondern um einen ganz besonderen, weit gereisten handelt: Staub aus der Sahara in Nordafrika!
Hoch Achim und Tief Xenja lenken heiße Wüstenluft direkt aus Nordafrika bis nach Deutschland und sorgten so für Temperaturen bis 39 °C. „Doch nicht nur die heiße Luft erreichte uns, sondern auch der in der Sahara aufgewirbelte, feine Staub, der von den Luftströmungen über eine Strecke von 2000 Kilometern bis zu uns gebracht wurde,“ erklärt Dr. Michael Theusner, Meteorologe im Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost. Von den Regenschauern und Gewittern am Sonntag und Montag wurde das Puder dann aus der Luft ausgewaschen und blieb nach dem Trocknen in Form von sandfarbenen Schichten und Flecken vor allem auf Autos gut sichtbar – wahrscheinlich zur Freude der Waschanlagenbetreiber. Das Phänomen betraf neben Bremerhaven und weiten Teilen des Cuxlands auch andere Gebiete Deutschlands, in denen es geregnet hatte.
Der Wüstenstaub sorgte auch dafür, dass vor allem am Montagvormittag die Sonne nur blass von einem milchigen Himmel schien. Erst im Laufe des Tages wurde die staubige Luft weiter nach Osten abgedrängt und die Sicht so etwas besser. Dass Staub aus der Sahara in solchen Mengen Norddeutschland erreicht ist sehr selten und kommt vielleicht alle paar Jahre vor.
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